78. Internationale Freiberger Mineralienbörse
22. Mai 2027
10.00 - 16.00 Uhr
Heubner - Halle Dörnerzaunstraße
Sonderschau:
"Kristallzwillinge und Verwachsungen"
Eintritt: 4 € p.P.
Kinder frei bis 12
über 110 Aussteller auf 300 laufenden Metern
Sehr verehrte Besucherinnen und Besucher,
am Mai 2027 ist es wieder so weit und auch 22. in diesem Jahr öffnet die Internationale Freiberger Mineralienbörse ihre Pforten. In der Zeit zwischen 10:00 und 16:00 Uhr sind alle herzlich eingeladen, in dem großen Angebot an Mineralen, Fossilien, Fachliteratur und Sammlungszubehör sowie Edelsteinen und einer kleinen Auswahl an Schmuck zu stöbern.

Fluorit als Durchdringungszwilling
Cumberland, England
Mineralogische Sammlung TUBAF

Galenit als Spinellzwillinge
Krushev Dol, Madan, Bulgarien
Mineralogische Sammlung TUBAF
Auch in diesem Jahr werden wir erneut alles daran setzen, unseren Gästen und Ausstellern ein besonderes Erlebnis zu bieten. In einer zunehmend schnelllebigen Zeit möchten wir mit unserer Börse einen festen Treffpunkt für Fachleute, Sammler und Interessierte schaffen – einen Ort, an dem man dem Alltag entfliehen und sich ganz dem schönsten Hobby der Welt widmen kann. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Minerale und die Leidenschaft fürs Sammeln – und genau diese Tradition wollen wir auch künftig bewahren. Freuen Sie sich auf eine eindrucksvolle Veranstaltung mit über 110 nationalen und internationalen Ausstellern aus sechs Ländern. Auf mehr als 300 laufenden Metern Ausstellungsfläche findet garantiert jeder Liebhaber und Sammler das Passende.

Whewellitzwilling
Block 1388, Paitzdorf, Ronneburg
Sammlung : J. Roppel
Unsere Sonderausstellung widmet sich dem Thema
Kristallzwillinge und Verwachsungen
von Symmetrie, Orientierung und Gesetzen
Bei Kristallen denkt man oft an ideal ausgebildete, isolierte Einzel-individuen – klar begrenzt, regelmäßig geformt und scheinbar für sich allein entstanden. In der Natur zeigt sich jedoch ein deutlich vielfältigeres Bild: Häufig wachsen mehrere Kristalle gleichzeitig und gehen dabei oft enge Verbindungen ein. Diese Verwachsungen sind nicht immer zufällig, häufig folgen sie präzisen kristallographischen Prinzipien und führen zu charakteristischen, mitunter überraschend komplexen Formen.
Durchdringungszwillinge
Auf den ersten Blick oft nicht leicht zu erkennen, ist diese Form der Verwachsung in der Natur überraschend häufig anzutreffen. Zwei Kristalle wachsen dabei scheinbar ungeordnet ineinander, sodass sich die einzelnen Individuen kaum noch eindeutig voneinander abgrenzen lassen. Die entstehenden Gebilde wirken räumlich verschachtelt – und doch folgt ihre Ausbildung klaren Gesetzmäßigkeiten. Grundlage ist ein Zwillingsgesetz, meist eine Drehung um eine Achse, durch die sich die Orientierung des einen Kristalls in die des anderen überführen lässt.

Gips als Schwalbenschwanzzwilling
Ellrich am Harz
Sammlung: J. Roppel

Kassiterit als Zinngraupen
Zinnwald, Erzgebirge
Mineralogische Sammlung TUBAF
Viellinge
Darf’s noch etwas mehr sein? Kristallviellinge entstehen, wenn mehr als zwei Kristalle des selben Minerals nach dem gleichen Zwillingsgesetzen miteinander verwachsen. Dabei werden oft Formen gebildet, die eine höhere Symmetrie des Minerals vortäuschen. Ein gutes Beispiel sind die bekannten Aragonitdrillinge, bei denen drei rhombische Kristalle so verwachsen, dass der Eindruck eines einzelnen hexagonalen Individuums entsteht. Aber auch ohne die mineralogischen Hintergründe, sind die komplexen Gebilde der Viellinge einfach nur schön anzusehen.
Parallelverwachsungen
Parallelverwachsungen sind eine besondere Form des Kristallwachstums, bei der mehrere Kristalle desselben Minerals in exakt gleicher Ausrichtung miteinander verwachsen. Dabei sind sowohl die kristallographischen Achsen als auch die entsprechenden Kristallflächen gleich orientiert und verlaufen parallel zueinander. Die einzelnen Kristalle bleiben meist als eigenständige Individuen erkennbar und wirken wie „aufeinander gestapelt“. Das parallele Verwachsung ist dabei nicht nur hübsch anzusehen, sondern für die Kristalle auch energetisch vorteilhaft.

Vanadinit als Parallelverwachsung
Mibladen, Marokko
Sammlung: M. Mrozik
Epitaxien
Zwei unterschiedliche Minerale wachsen immer zufällig aufeinander? Meistens stimmt das, aber manchmal wachsen die neuen Minerale auch in einer ganz bestimmten Richtung auf dem unterliegenden Kristall. Wenn mindestens eine kristallographische Orientierung des neuen Kristalls der Orientierung des Untergrundes entspricht, spricht man von einer Epitaxie. In der Natur zeigt sich Epitaxie als orientierte Verwachsung zweier Minerale – manchmal sogar ein und desselben Minerals.

Rutil auf Hämatit als Epitaxie
Mwinilunga, Sambia
Sammlung: R. Andreas
Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der perfekten Symmetrien und Strukturen. Von filigranen Zwillingsbildungen über komplexe Verwachsungen bis hin zu spektakulären Kombinationen verschiedener Minerale entfaltet sich eine faszinierende Vielfalt, die mit ihren eindrucksvollen Formen nicht nur den Kenner begeistert.

Calcit als Parallelverwachsung
Schacht 371, Schlema, Erzgebirge
Sammlung: M. Mrozik
Kontaktzwillinge
Wer kennt es nicht? Zwei Kristalle, die scheinbar zufällig aneinander gewachsen sind, aber irgendwie wie gespiegelt wirken? Kontaktzwillinge entstehen entlang einer gemeinsamen Kristallfläche, der Zwillingsebene. Die beiden Kristalle sind symmetrisch zueinander ausgerichtet – häufig als
Spiegelbild.

Die Heubner-Halle erfüllte sich mit regem Treiben, als über 120 Aussteller aus sechs Nationen ihre faszinierenden Mineralienschätze präsen-tierten. Es war beeindruckend zu sehen, wie Fachleute, Sammler und interessierte Besucher in die Welt der Kristalle und Gesteine ein-tauchten.
Besonders hervorheben möchten wir die positive Resonanz auf die Sonder-schau "Mineralienschätze aus Thüringen", die sicherlich viele neue Einblicke in die mineralogische Vielfalt un-serer Nachbarregion bot.
Die Tatsache, dass bereits zum Ende der Börse rund 60 Prozent der Aussteller ihre Teilnahme für 2026 zugesagt haben, ist für uns ein überwältigendes Zeichen des Vertrauens und der Aner-kennung unserer Arbeit. Es zeigt, dass die Freiberger Mineralienbörse weiterhin ein unverzichtbarer Treffpunkt für die Mineralienwelt ist.
Rückblick 2025
Als Geologische Gemeinschaft zu Freiberg e.V. blicken wir mit großer Freude und auch ein wenig Stolz auf unsere erste Ausrichtung der traditionsreichen Freiberger Mineralienbörse am ver-gangenen Samstag, den 17. Mai. Es war für uns eine Premiere, die wir mit viel Engagement und Unter-stützung der Mineralien-freunde Freiberg gemeistert haben.
Ein besonderer Dank gilt allen Ausstellern, Besuchern und natürlich den Mineralien-freunden Freiberg für ihre Unterstützung. Die rund 1400 Besucher bestätigten uns, dass die Mischung aus hochwertigem Angebot und der einzigartigen Atmosphäre Freibergs weiterhin über-zeugt.
Wir als Geologische Gemein-schaft zu Freiberg e.V. sind hoch motiviert, diese tradi-tionsreiche Veranstaltung in den kommenden Jahren erfolgreich weiterzuführen und freuen uns bereits darauf, Sie zur 77. Mineralienbörse in Freiberg begrüßen zu dürfen.
Anmeldung zur 78. Internationalen Freiberger Mineralienbörse
Die wichtigsten Daten auf einen Blick:
Wann: 22. Mai 2027
Uhrzeit: 10.00 bis 16.00 Uhr
Wo: Heubner-Halle, Dörnerzaunstraße, 09599 Freiberg
Tradition trifft Moderne. Seit 77 Jahren ist die Freiberger Mineralienbörse ein fester Bestandteil der Sammlerszene. Auch im nächsten Jahr laden wir Sie herzlich ein, dabei zu sein. Sichern Sie sich jetzt Ihren Stand (45 €/m).
Wir bemühen uns stets, Ihre individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen und Ihnen einen optimalen Standplatz zuzuweisen. Selbstverständlich können wir aufgrund der hohen Nachfrage keine Garantie für Ihren Wunschplatz übernehmen. Dennoch sind wir flexibel und finden gemeinsam eine Lösung, die für Sie passt.
